CANCUN: KLEINER BLICK HINTER DIE "WOHLSTANDS"FASSADE
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- Erstellt am Dienstag, 30. November 2010 20:22
Cancun wurde - von der mexikanischen Regierung- nicht zufaelligerweise als Tagungsort der UNO - Klimakonferenz COP 16 ausgewaehlt. Es sind vor allem strategische und oekonomische Ueberlegungen, die Cancun den Vorzug gaben.
Cancun liegt auf einer Landzunge und kann sehr leicht durch " Sicherheitskraefte" abgeriegelt werden. Die " Herren dieser Welt" und die ihnen willfaehrigen Regierungen koennen so leichter unter sich bleiben. Proteste sind hier logistisch viel schwieriger - als etwa in der Hauptstadt Mexico Ciudad. Der zweite Grund ist darin zu sehen, dass der mondaene Badeort gerne als positives " Entwicklungsmodell" praesentiert wird: viel Tourismus, der oekonomisch nachhaltige Effekte produzieren soll.
BEGINN DER UMWELTGIPFEL IN CANCUN - ERSTE PROTESTE - Ergänzung
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- Erstellt am Dienstag, 30. November 2010 20:04
Materialien:
Erklärung der Weltkonferenz über den Klimawandel und die Rechte der Mutter Erde
Systemwechsel statt Klimawandel. - Die Erklärung vom Klimaforum09, Kopenhagen (final version)
Ökologie: Kapitalistische Klimaveränderung und unsere Aufgaben(IV. Internationale)
Eröffnung der UNO Klimakonferenz (Cancun)
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- Erstellt am Montag, 29. November 2010 17:26
Heute Montag steht hier im mexikanischen CANCUN , auf der Halbinsel Yucatan, die Eroeffnung der offiziellen UNO- Klimakonferenz ( COP 16) im mondaenen Moon Palace- Komplex auf dem Programm.
Niemand ist entgangen, dass die Herrschenden- die Multis und die ihnen verpflichteten Regierungen- inhaltlich ziemlich nackt dastehen. Die Inhaltslosigkeit von Cancun gilt als abgehakt- es reicht ihnen schon wenn ein paar unverbindliche Floskeln herauskommen und das "Klima- Dossier" bis zur naechsten UNO-Klimakonferenz ( COP 17) 2011 in Durban / Suedadfrika weitergereicht wird.
Um allerdings ihre inhaltliche, politische Bloesse zu bedecken, verpassen sich die " Herren dieser Welt " einen " gruenen" Anstrich: der mexikanische Praesident Felipe Calderon Hinojosa machte gestern viel Wind mit kuenftigen Investitionen in aeolische Energie, die mexikanische Aussenministerin Patricia Espinosa nimmt an der Eroeffnung oekologischer Austellungen teil, Siemens schickt Radfahrer mit Leuchtkaesten durch die Stadt , die Zukuntsstaedte mit energetischer Selbstversorgung propagieren, etc. Findige Unternehmer organisieren eine eigene Tagung im Rahmen von COP 16, um die Werbetrommel fuer " gruene " Technologien zu ruehren.
Die Logik ist offensichtlich: das bestehende, auf Ausbeutung und Verschwendung basierende- kapitalistische- Produktions- und Konsummodell soll weiterexistieren- durch mehr " gruenen" Input "effizienter" gestaltet werden.
Wie die Dinge jenseits von feierlicher Inauguration und vagen Versprechungen wirklich liegen , haben mehrere mexikanische Zeitungen ( z. B. El PeriodicO ) dargelegt: so finden etwa die meisten Rodungen in den Waeldern statt , die dem mexikanischen Staat gehoeren!
Auch wenn oder gerade weil den Herrschenden in ihrer (Profit)gier und oekonomistischen Kurzsichtigkeit zum Schutz der Natur nichts Wesentliches einfaellt , wird Cancun eine total spannende Sache: denn parallel zum offiziellen Gipfel finden jede Menge Akrtivitaten "von unten ", von den sozialen, indigenen und oekologischen Bewegungeh statt. Hier wird all das zur Sprache kommen, was die Herrschenden unter den -" gruen" behuebschten- Teppich kehren.
Hermann Dworczak ( Aktivist im Austrian Social Forum/ ASF; 0043 / 676 / 972 31 10 )
MORGEN MONTAG 29.11.: BEGINN DER UMWELTGIPFEL IN CANCUN - ERSTE PROTESTE
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- Erstellt am Sonntag, 28. November 2010 10:50
Morgen Montag beginnt hier im mexikanischen CANCUN , auf der Halbinsel Yucatan, die offizielle UNO- Klimakonferenz ( COP 16) . Wie schon im Vorjahr in Kopenhagen und im bolivianischen COCHABAMBA wird es parallel dazu einen Alternativengipfel geben ( " cumbre des los pueblos " ). Und es gibt bereits die ersten Protestaktionen.
OFFIZIELLER UND ALTERNATIVENGIPFEL IN CANCUN/ Mexiko 29.11.-10.12. - POLIZEI WOHIN MAN SCHAUT
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- Erstellt am Freitag, 26. November 2010 14:03
Kommenden Sonntag den 29. November beginnt hier im mexikanischen CANCUN , auf der Halbinsel Yucatan, die offizielle UNO- Klimakonferenz ( COP 16) . Wie schon im Vorjahr in Kopenhagen und im bolivianischen COCHABAMBA wird es parallel dazu einen Alternativengipfel geben ( " cumbre des los pueblos " ).
Obwohl die Umweltprobleme immer drängender werden und offenkundig nicht mit -noch- "mehr Markt" gelöst werden können, wird bei der offiziellen Konferenz wenig bis nichts herauskommen. Das ist keine " böse Unterstellung ", sondern die Meinung von führenden OrganisatorInnen des COP 16 ( siehe etwa diverse Artikel und Interviews im " Spiegel ", in der " Wiener Zeitung " etc.)!
Hingegen werden beim Alternativengipfel die excellenten Positionen " von unten" ( etwa das alternative Dokument von Kopenhagen " Systemwandel statt Klimawandel" oder die dedallierten Vorschläge von Cochabamba, die Evo Morales auch in die UNO-Vollversammlung einbrachte ) zur Sprache kommen und weiter konkretisiert werden: vor allem was ihre politischen Umsetzbarkeit durch Änderung der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse betrifft.
Ich bin sei gestern Mittwoch den 25.11. in Cancun, berichte laufend über die Geschehnisse und nehme natuerlich aktiv am Alternativengipfel teil.
Mein erster Eindruck gestern am Abend- Polizei wohin man schaut. Auf der Fahrt vom Flughafen ins Zentrum sah ich " Sicherheitskraefte " noch und noecher- insbesonders in der " zona hotelera ", wo der offizielle Gipfel abgehalten wird. Ich denke , wenn ich nicht mit einem Taxi der bekannten " linea verde" unterwegs gewesen waere, waere ich schon gestern zum ersten Mal gefilzt worden...
Hermann Dworczak ( Aktivist im Austrian Social Forum; 0043 / 676 / 972 31 10 )
Generalstreik in Portugal
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- Erstellt am Donnerstag, 25. November 2010 18:55
HEUTE GENERALSTREIK IN PORTUGAL GEGEN DAS " SPARPAKET "- UND IN ÖSTERRICH ?
Wie in anderen Ländern auch ist auch der bürgerliche Staat in Portugal dabei die Lasten der kapitalistischen Krise " nach unten " abzuwälzen. Banken wurde unter die Arme gegriffen, marode Betriebe unterstützt. Die enormen Kosten dafür sollen jetzt bei den ArbeiterInnen, Angestellten, StudentInnen, Arbeitslosen, PensionistInnen- kurz bei allen sozial Schwachen eingetrieben werden.
Und dagegen regt sich mit Recht Widerstand:" Wir haben diese Krise nicht verursacht- also wollen wir auch nicht dafür blechen!" lautet sie Devise.
Kommt einem das nicht recht bekannt vor? Richtig: in Österreich laufen die Dinge ähnlich. Auch bei uns wurden die Banken " reichlich bedient" , der " Wirtschaft", also dem Kapital jede Menge Geld zugeführt. Und auch hierzulande steht ein " Sparprogramm" der rot- schwarzen Regierung auf der Agenda. Dieses ist nicht "sozial ausgewogen ", sondern trifft die unteren Teile der gesellschaftlichen Pyramide.
Um den Kahlschlag abzuwenden fanden die ersten Proteste statt- insbesonders von der studierenden Jugend. Und am kommenden Samstag findet in Wien eine bundesweite Großdemonstration der Plattform " Zukunftsbudget" statt, dem auch das Austrian Social Forum ( ASF ) angehört. Teile der Gewerkschaft sind auch dabei.
Aber was macht der ÖGB insgesamt? Warum ruft er nicht zur Demo auf, mobilisiert in den Betrieben, bereitet gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen vor?
Die " Gespräche ", die Faymann und Pröll in den letzten Tagen abhielten, zeigen, daß die Regierung bislang nicht bereit ist von ihrem asozialen " Sparkurs" abzugehen( " Korrektur nur in Einzelfällen "). Und dies wird auch nur der Fall sein, wenn sich der Widerstand verbreitert, massiver wird und sich der internationalen Dimension der kapitalistischen " Sanierungen" bewußt ist.
Lernen wir also vom Generalstreik in Poutugal:
- Alle zur bundesweiten Demo am 27.November in Wien ( 13h Urania)!
- Weg mit den Sparpaketen- in Österreich und anderswo!
- Hoch die internationale Solidarität!
- Gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen über Ländergrenzen hinweg !
Hermann Dworczak ( Aktivist im Austrian Social Forum/ ASF; 0676 / 972 31 10 )
UNO Klimakonferenz in Cancun
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- Erstellt am Sonntag, 21. November 2010 21:07
Von 29. November bis 10. Dezember findet im mexikanischen CANCUN ( Halbinsel Yucatan ) die offizielle UNO- Klimakonferenz ( COP 16) statt. Wie schon im Vorjahr in Kopenhagen und im bolivianischen COCHABAMBA wird es einen Alternativengipfel geben ( " cumbre des los pueblos " ).
Obwohl die Umweltprobleme immer drängender werden und offenkundig nicht mit -noch- "mehr Markt" gelöst werden können, wird bei der offiziellen Konferenz wenig bis nichts herauskommen. Das ist keine " böse Unterstellung ", sondern die Meinung von führenden OrganisatorInnen des COP 16 ( siehe etwa diverse Artikel und Interviews im " Spiegel ", in der " Wiener Zeitung " etc.)!
Hingegen werden beim Alternativengipfel die excellenten Positionen " von unten" ( etwa das alternative Dokument von Kopenhagen " Systemwandel statt Klimawandel" oder die dedallierten Vorschläge von Cochabamba, die Evo Morales auch in die UNO-Vollversammlung einbrachte ) zur Sprache kommen und weiter konkretisiert werden: vor allem was ihre politischen Umsetzbarkeit durch Änderung der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse betrifft.
Weltweit wird es parallel zum Alternativengipfel Aktionen und Demonstrationen geben- insbesonders am 7.Dezember, wenn es in Cancun zu einer- internationalen- GROSSDEMONSTRATION kommen wird. Auch in unserem verschlafenen Österreich wird sich was tun- wobei die Vorstellungen der steirischen FreundInnen und GenossInnen am konkretesten gediehen sind. -
Ich fliege am Donnenstag den 25.11. nach Cancun . Ich werde laufend über die Geschehnisse berichten und nach meiner Rückkehr für Berichte, Vorträge und Diskussionen zur Verfügung stehen.
Diese -politische !- Reise kostet einen Schweinegeld und ich konnte sie nur durch eine Menge Schuldenmachen finanzieren!
Ich bitte daher um Eure- baldige- finanzielle Unterstützung. Mein Konto:
Hermann Dworczak
Bank Austria
723 295 234 Bankleitzahl 12000
Solidarische Grüße
Hermann ( 0676 / 972 31 10 )


