| BRÜSSELER GIPFEL: DAS EUROPA DER "SCHULDENBREMSER" |
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| Freitag, den 16. Dezember 2011 um 18:00 Uhr | |||
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Der medial groß aufgezogene Brüsseler Gipfel ist zu Ende. Das einzige was real unter dem Strich rausgekommen ist, ist die Mythologisierung des "Sparens" in Gestalt der "Schuldenbremse". Das neoliberale Dogma des "Sparens" bei den öffentlichen Haushalten erlebte eine neuerliche Inthronisierung. Gegen "Defizitsünder" gibt es "Sanktionen". All das erfolgt über die Köpfe der Bevölkerung hinweg- Volksabstimmungen könnten da ja nur "störend" sein... Die weiteren Ergebnisse von Brüssel von sind eher dürftig. Die Euro-rettungsschirme werden aufgestockt. Die "Eurobonds" (also billigere Anleihen für alle EU-Länder) blieben auf der Strecke. Sogar dem "Presse"- Leitartikler Michael Fleischhacker dämmert, daß damit nichts Wesentliches bewegt wurde. Die ökonomischen Unterschiede der EU-Staaten, die letztlich für die gegenwärtigen Euro-Turbulenzen sorgen, werden dadurch in keiner Weise tangiert.
Nicht einmal eine Hauch von -sozialem- Neokeynesianismus wurde in Brüssel anvisiert. Wer darin bloß eine "schlechte Wahl" sieht, verkennt die Funktion einer kapititalistischen Krise. Sie dient der allemeinen "Entwertung" des fixen ( Maschinen) wie des variablen Kapital( Kosten der Ware Arbeitskraft; u.a. durch Anschwellen der industriellen Reservearmee- also der Zahl der Arbeitslosen). All das macht erneute Investitionen wieder (mehr) rentabel. Die Aktivitäten des bürgerlichen Staates folgen zumeist diesem Zyklus. DIE FOLGEN VON BRÜSSEL
In die Tat umgesetzt werden die Brüsseler Beschlüsse zur Folge haben: noch weniger Ausgaben bei Sozialem und Bildung. Die Arbeitslosenzahlen werden in die Höh gehen, Prekariat wird sich weiter ausbreiten. Es wird noch mehr Jugendarbeitslosigkeit geben - obwohl sie in in einigen Ländern schon jetzt unvorstellbare Rekordwerte hat. Und natürlich wirds kein Geld für ökologisch sinnvolle Maßnahem geben (siehe dazu auch meine Artikel ad Durban). FAYMANN UND DAS "VERTRAUEN DER FINANZMÄRKTE GEWINNEN"
Da wird der erneute Versuch unternommen, die Opposition doch noch dafür zu gewinnen, daß die Schuldenbremse Verfassungsrang bekommt.
Wer jedoch ein Minimum an politischem Verantwortungsgefühl aufbringt, kann nicht tatenloszusehen, wie in jahrzehntelangem, mühsamen Kampf dem Kapital abgetrotzte ökonomische und soziale Errungenschaften einfach den Bach runtergehen. Deshalb gilt es die ersten gemeinsamen solidarischen Schritte einer rifondazione ( Neugründung) der österreichischen Linken zu setzen.
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